Wenn der Tag zu Ende geht
und leise, ganz leise
die Dämmerung vor mir steht
dann spüre ich auf seltsame Weise
wie sehr sich mein Herz beseelt.
Wenn mich nachtschwarze Schatten
streifen
aus einem fernen Raum
von mir langsam Besitz ergreifen
und ich merke es kaum
verglüht das letzte Rot am Meeressaum.
Wenn der Wind die Träume
bringt
mich in sanftem Schlummer wiegt
wenn alles Schwere vor mir liegt
weil die Welt um mich herum versinkt
bin ich sorglos wie einst als Kind.
Wenn die funkelnden Sterne
tausend Märchen erzählen
wird mir an nichts mehr fehlen
ich lausche ihnen so gerne
in der unendlichen Ferne.
Wenn dann alles Schöne
vorüberzieht
singt die Sehnsucht leise ihr Lied
lächelnd kommt ein Engel zu mir
und bringt ein Bild von dir.
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Vergessen ist nun jeder Schmerz
verdrängt die Leidenszeit
du öffnest mir ganz leicht mein Herz
wie so oft in der Vergangenheit.
Du erfüllst jeden Traum
schwerelos durch Zeit und Raum
überglückliche Momente
von Gott gegebene Geschenke.
Halte mich - lass mich nicht
los
mein Kopf ruht fest auf deinem Schoß
keine Angst mehr vor dem neuen Morgen
ausgestanden alle Sorgen.
Wenn die Nacht dann weicht dem
Licht
der erste Sonnenstrahl durchbricht
hast du mir Kraft und Mut gegeben
für mein weiteres schweres Leben.
Was auch die Zukunft bringen
mag
lass es nur bald geschehen
ich sehne mich schon nach dem Tag
an dem wir uns dann wiedersehen.
Fest steht für mich unerschütterlich
Für alles danke -
Ich liebe Dich.
Wilhelm Rohe